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Wundervolles Afrika

Wundervolles Afrika

© Image via Flickr – coda „Table Mountain panorama“ Bestimmte Rechte vorbehalten. Quelle: Flickr.com

Nachdem ich mein Abitur im Sack hatte, entschied ich mich dazu an einer dreimonatigen Sprachreise teilzunehmen, um mein holpriges Englisch ein Stückchen aufzupolieren. Schon immer war es mein Traum gewesen gaaaaanz weit weg von zu Hause zu „entfliehen“. Eine Sprachreise war dafür perfekt; die Eltern waren stolz auf deinen Lerndrang und man selber erlebt eine unvergessliche Zeit, die einem gleichzeitig Sprachkenntnisse beschert! Kurzum: Ich entschied mich nach der Zusage meiner Eltern sofort für eine Reise in das weit, weit entfernte Süd-Afrika. Im Juli sollte es losgehen, doch bis es soweit war vergingen mindestens gefühlte 100 Jahre! Zeit genug sich nochmal gründlich zu informieren und die Checkliste mit all’ den nötigen Dingen für die nächsten drei Monate ab zu haken. Ja, meine Mutter war über fürsorglich und ich lachte sie aus als sie mir doch tatsächlich eine wasserdichte winterjacke mitgeben wollte! Es sei doch schließlich „Winter“ in Süd-Afrika und ich würde ihr noch danken für ihren Einfall. Ja ja, letzten Endes tat ich das sogar.

Ich will da nie wieder weg

Ich verbrachte ein paar herrliche, wundervolle Monate, die sich gar nicht mit Worten beschreiben lassen. Eindrücken, die mich bis heute sehr prägen und wundervollen Erfahrungen rund um eine komplett andere Kultur und Lebensart Es ist schwer zu sagen, was ich am meisten vermisse. Die Gastfreundschaft, die Gerüche… Schade, dass meine Eltern keine Afrikaner sind! Ich hoffe, dass meine Erinnerungen nicht irgendwann verloren gehen. Das absolute Highlight meiner Sprachreise spielt sich jedenfalls immer noch vor meinem inneren Auge ab;

Die Giganten der Meere

Am Tag vor meiner Abreise zurück nach Deutschland hatte meine Gastfamilie einen ganz besonderen Ausflug mit mir geplant. Verraten wollten sie mir allerdings nicht das geringste, sprachen lediglich von einem Highlight, welches man nur zu bestimmten Monaten im Jahr bewundern könne. In einer 90 minütigen Autofahrt von Kapstadt waren wir endlich da: An der Küste Südafrikas, in Hermanus. Nun konnte ich mir schon zusammen reimen, was mich erwarten würde. :-)

In einem Boot ging es hinaus auf’s Wasser. An dieser Stelle danke ich meiner Mutter für die Idee mit der wasserdichten Winterjacke, sonst hätte ich mich wahrscheinlich mehr auf meine Gänsehaut, als auf das Spektakel, was sich uns bot konzentriert. Gänsehaut hatte ich letztendlich doch, weil ich etwas derartiges zuvor noch nie erlebt hatte und auch kein zweites Mal in dieser Form erleben werde; Wale – riesige Wale! Bis zu 18 Meter lang und bis zu 60 Tonnen schwer und das aus direkter Nähe. Da ich mir sagen ließ, dass die Weibchen nur alle drei Jahre kalben, kann ich wohl von besonders viel Glück sprechen, dass ich drei Junge erspähen konnte. Auf der Fahrt zurück an die Küste, konnte ich selbst ohne mein Fernglas noch die gigantischen Flossen aus dem Wasser ragen sehen. Oft kommen hier die Riesen sogar bis in die Bucht hinein und lassen sich von Touristen und Einwohnern bestaunen. Tja, wie gerne würde ich dort leben…!

Wissenswertes