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Safari

SafariSafari! Hört man dieses magische Wort, bilden sich im Gehirn sofort die entsprechenden Bilder hierzu: Der „große, weiße Jäger“ und seine Begleiter, bekleidet mit Tropenanzug und Lederstiefeln, auf dem Haupt der obligatorische Tropenhelm, die schwere Elefantenbüchse lässig in der Armbeuge gehalten, Pistole, Patronen und Buschmesser am Gurt um die schlanke Taille gebunden, kämpfen sich als Anführer einer endlosen Schlange von einheimischen Trägern (meist spärlich bekleidete, „ungebildete Wilde“) durch das wilde Afrika (oder einen Dschungel Südamerikas, etc.).

Gefahren einer Safari

Überall lauern Rudel von Löwen, Hyänen, Pavianen, Elefanten, Nashörnern, Giraffen (gerne auch Gorillas) und alles Mögliche Getier. Am Boden wimmeln Skorpione, Schlangen und Spinnen (natürlich giftig), am Himmel kreisen die Geier. Beim Anblick der geringsten Gefahr nehmen die „feigen Wilden“ natürlich sofort Reiß aus, ausgenommen der einzig mutige, in einem sklavenähnlichen Verhältnis zum weißen „Bwana“ stehende Diener (leider wird er fast immer von seinen „wilden“ Stammesgenossen umgebracht, oft auf nicht jugendfreie Art). Der große Jäger stellt sich todesmutig der Gefahr und tötet all die bösartigen Bestien, die ihm vor die Flinte kommen, wobei er keinen Unterschied zwischen vier- oder zweibeinigen Untieren macht. Später posieren dann die Mitglieder der Safari über dem hübsch drapierten Kadaver der todesmutig erlegten Bestie…

Nun ja, heutzutage hat man (glücklicherweise) eingesehen, dass all diese Lebewesen in ihrem angestammten Lebensraum besser aufgehoben sind, als aufgehängt an den Wänden eines Schlosses in England (meist nur die Köpfe ohne die dazugehörigen Körper).

Mit dem Geländewagen zu Naturparks

Die moderne Safari, deren Teilnehmer meist mittels geländegängiger Fahrzeuge, von ortskundigen (ja, auch einheimischen) Führern, zu den Reservaten, auch Naturschutzparks genannt, gebracht werden, hat (von Ausnahmen abgesehen) nicht mehr die Tötung der Kreaturen zum Ziel. Die Teilnehmer dieser Art von Safari „jagen“ die übrig gebliebenen Tiere heute nur noch mit (meist teuren, mit Teleobjektiven ausgestatteten) Film- und Fotokameras. Auch die Einstellung gegenüber der einheimischen Bevölkerung hat sich (meist) geändert.