Afrika
Kontinent der alten Welt
Das heißt Lust auf unberührte Natur, auf außergewöhnliche Landschaften, interessante Vegetationen und vielfältige Tierwelt.
Am Anfang lockten die “großen Fünf“rekordsüchtige Großwildjäger nach Afrika, das eigentliche Vaterland unserer Tiere. Hätte man die Schießwütigen noch länger gewähren lassen,Elefanten,Nashorn, Löwe und Leopard wären nur wehmütige Erinnerungen. Auch die Natur- und Wildreservate, in denen sie zu bewundern sind gäbe es dann nicht. Heute zieht der Zauber der weiten Savanen und ihre Tierwelt den Naturfreund nach Afrika. Ihm ist längst bewusst, dass es mehr zu erleben gibt als die glorreichen Fünf.
Die Wildreservate des Südens beherbergen die größte Artenvielfalt des Kontinents. In Hunderten Reservaten kann Afrikas Tierwelt in natürlicher Umgebung betrachtet werden, etwa 250 Landsäugetierarten, 400 Reptilien- und Amphibien-arten. In den Ozeanen leben Wale, Delphine, Meeresschildkröten, Haie und viele andere Arten. Sogar Korallenriffe gibt es. Elefanten die liebenswerten Riesen, findet man überall. Nirgends sind sie gefährdet. Je nach Reservat können die größten Herden oder die eindrucksvollsten Elfenbeinträger aus der Nähe beobachtet werden. Nashörner, der Welt zweitgrößte Landtiere, werden überall geschützt und ihre Bestände wachsen. In Steppen, Waldsavannen und an Gewässern lebt eine überwältigende Vogelwelt, vom größten Vogel der Welt, dem Strauß, bis zum kleinen Amarant. Auch die Pflanzenwelt ist reich. Der größte Teil des Gebietes liegt im ariden subtropischen Klimagürtel und umfaßt Lebensräume,die von wilder Meeresküste, vom subtropischen und feuchtheißen Tiefland, über Baumsavanne, Regenwald, Trockensteppe bis in die alpine Lebenswelt reichen. Ein großer Teil des Landes ist kultiviert. Aber genug großartige Landschaften sind noch wenig angetastet und weltberühmt, wie das Kap der Guten Hoffnung, die Namibwüste, Viktoriafälle und das Okavango- Delta. Natur- und Wildreservate kommen in allen Größen und Zielsetzungen vor, vom wenige Hektar großen Lebensraum,etwa zum Schutz einer bedrohten Art, bis zu Arealen von Zehtausenden von Quadratkilometern, die ganze Vegetationszonen umfassen wie das “Fynbos-Biom“ am Kap der Guten Hoffnung, das wegen seiner einzigartigen Pflanzenwelt zu einem eigenen Florenreich erklärt wurde.
Das südlichste Afrika besitzt das angenehmste Klima Afrikas. Es ist reich an Natur. Wir schauen und staunen, verwundern uns über die Kraft massiger, doch harmonischer Leiber, bestaunen bizarre Formen, schillernde Farben und stehen atemlos vor unberührten Landschaften. Sind wir uns bewusst, dass wir Lebewesen und Landschaften vor uns sehen, die es in 50 oder 100 Jahren vielleicht nicht mehr geben wird, dass auch in Afrika die Umwelt bedroht ist? Die “unberührten“ Lebensräume Afrikas sind umrandet von landhungrigen Menschen, die im System des kolonialen Wild- und Naturschutzes keinen Platz fanden, letzen Endes aber über die Zukunft der Naturreservate entscheiden werden.